so... da bin ich mal wieder. ich hab ja lang nichts mehr von den projekten hier erzaehlt und da hat sich in letzter zeit so einiges getan.
also Emily und ich haben nen neues projekt gestartet. wir gehen jetzt 2mal die woche in das New Life Centre. das ist ein haus fuer frauen, die aus den unterschiedlichsten gruenden ihre schwangerschaft verbergen wollen. das sind meistens teenager mums. wir gehen hin und verbringen zeit mit ihnen, damit wir sie kennenlernen und sie uns, weil wir sie bei ihren geburten begleiten sollen... ihre babies geben sie dann zur adoption fre. die arbeit ist schon ne grosse herausforderung. die maedchen machen echt ne schwierige zeit durch und man fuehlt sich manchmal hilflos und weiss nicht, wie man denen in ihrer situation helfen kann. aber man kann oft nicht mehr machen, als ihnen zu zuhoeren und sie lieb zu haben...
und das 2te neue projekt, wo ruth (DE) und Ben (UK) auch noch mit bei sind, ist das Farmprojekt. wir gehen ebenfalls 2mal die woche auf die "Farm". das ist ne community von schwarzen, die ausserhalb Kapstadts in einer sehr laendlichen gegend leben. um es einfacher zu sagen, es ist ein kleines township mitten in nem feld, wo es ist nicht gefaehrlich ist, als weisse person hinzugehen. in andere townships duerfen wir nicht gehen, weil die kriminalitaetsrate dort sehr hoch ist und man als weisse sofort ausgeraubt wird. denn es sind immer noch die "reichen weissen".
wir verbringen dort zeit mit den kindern, spielen mit ihnen oder lesen bibelgeschichten vor. eines unserer ziele ist es, einen hygienekurs mit ihnen zu machen.
man faehrt naemlich wirklich von der ersten in die dritte welt. die kinder wissen die einfachsten dinge nicht. wie denn auch, wenn ihnen das niemand bei bringt. aber es ist merkwuerdig, die vorstellung, nicht zu wissen wie man sich die nase putzt oder sich gesicht und haende waescht.
ausserdem ist es traurig, festzustellen wie viel in den familien dort kaputt ist.
die kinder brauchen so viel aufmerksamkeit und koerperkontakt.
die kommunikation mit den kiddies, die nicht in der schule sind ist nicht so einfach, weil die nur afrikaans sprechen. viele von den kindern gehen nur in die grundschule bis zur 6ten klasse.
die jungs werden muessen dann mit aufm feld arbeiten und die maedchen bekommen sehr frueh kinder. und so kommt man sehr schwierig aus dieser community raus...
und weil man in so direkten kontakt mit der armut kommt, kann man gott einfach nur dankbar sein, fuer das was man hat. aber wie so oft: reich und trotzdem unzufrieden......
Montag, 27. Oktober 2008
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